Lokale Suche in Deutschland
Die Medienwirtschaft ist weltweit im Umbruch. Innovative Technologien veränderten in den letzten Jahren vor allem die Landschaft der klassischen Medien. Aber auch vor den Informationsmedien macht die digitale Revolution nicht halt. Die legendäre deutsche Brockhaus-Enzyklopädie soll etwa künftig nicht mehr gedruckt werden – ‚ab jetzt findet alles online statt’ lautet die Devise des Verlages. Das Ende einer Ära nach über 200 Jahren. Eine Entwicklung, die sich ebenso im Markt für Auskunfts- und Verzeichnismedien niederschlägt. Auch hier verlieren die klassischen Medien – allen voran das gedruckte Telefon und Branchenbuch – an Boden während das Internet massiv gewinnt. Auf dem Vormarsch ist dabei vor allem das mobile Web über moderne Smartphones wie iPhone, Blackberry oder Google Android. Das Nutzerverhalten passt sich neuen Technologien an und verlagert sich.
Die Marktforschung belegt diese Entwicklung. Rund 1,7 Milliarden Mal suchen die Deutschen jährlich lokal nach Firmen, Dienstleistern oder Privatpersonen. Das Internet verzeichnet dabei weitere Zuwachsraten und beansprucht heute 38 Prozent der Suchanfragen auf sich. Bei der speziellen Branchensuche bevorzugen die Deutschen mittlerweile sogar das mobile und stationäre Web vor den gedruckten Telefonbüchern. Die Gründe liegen auf der Hand: Die digitalen Medien sind schnell und übersichtlich zu handhaben und überzeugen durch Datenaktualität und Informationstiefe.
- Bei der Anzahl an Suchanfragen liegt das Internet zwischenzeitlich auf Augenhöhe mit den gedruckten Telefonbüchern.
- Rund 15 Prozent mehr Deutsche als noch vor drei Jahren suchen heute im Web nach lokalen Informationen
- Mit rund 600 Millionen Suchanfragen dominiert das Internet heute die Branchensuche nach Firmen und Dientsleistern
- Die Nutzung mobiler Endgeräte für die lokale Suche ist auf dem Vormarsch: Jeder Zehnte Webuser sucht regelmäßig lokal im mobilen Web.
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GfK-Studie "So lokal sucht Deutschland", Oktober 2009




