Unternehmensleitung der telegate AG einigt sich mit Arbeitnehmervertretung auf Sozialplan und Interessensausgleich

telegate AG errichtet Transfergesellschaft, um soziale Nachteile für Mitarbeiter abzumildern

Planegg-Martinsried, 24.06.2009. Die telegate AG wird das Call Center im brandenburgischen Schwedt wie geplant mit den Standorten in Neubrandenburg und Güstrow zum 30. September 2009 zusammenlegen und kann damit das klassische Auskunftsgeschäft über alle fünf verbleibenden Call Center wirtschaftlicher betreiben. Der operative Betrieb am Schwedter Standort wird damit Ende September eingestellt. Alle betroffenen Mitarbeiter in Schwedt erhalten zum Zeitpunkt der Umsetzung ein Angebot auf Weiterbeschäftigung an einem der beiden anderen Standorte.

Um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen rund 120 Mitarbeiter abzumildern und ihnen den Wechsel aus Schwedt an die anderen Standorte zu erleichtern, hat sich die Unternehmensleitung der telegate AG mit der Arbeitnehmervertretung auf einen Interessensausgleich und einen Sozialplan geeinigt. Das sind die wesentlichen Eckpunkte der Vereinbarungen:

  • Verteilung der Kapazitäten bzw. Arbeitsplätze. Rund 40 Mitarbeiter in der Telefonauskunft können nach Neubrandenburg wechseln. Die restlichen etwa 70 Arbeitsplätze in der Auskunft werden auf Güstrow verteilt. Die Schwedter Verwaltungsbeschäftigten erhalten Weiterbeschäftigungsangebote in der Telefonauskunft. In Einzelfällen ist auch ein Wechsel an andere Standorte möglich. Die Zuordnung auf die zwei neuen Standorte erfolgt anhand sozialer Kriterien (Sozialauswahl).
  •  Leistungen für „Standortwechsler“. Das Unternehmen unterstützt den Wechsel an einen der beiden anderen telegate Standorte durch die Übernahme von Pendelkosten und Umzugskosten. Darüber hinaus gelten für „Wechsler“ Sonderkonditionen im Hinblick auf einen verbesserten Kündigungsschutz und die Gewährung von Sonderurlaub.
  • Leistungen für „Nichtwechsler“. Alternativ zum Standortwechsel können die Mitarbeiter in Schwedt zum 1. Juli 2009 für bis zu sieben Monate in eine Transfergesellschaft wechseln. Diese wird die Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit bei der Integration in den Arbeitsmarkt durch Weiterbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen unterstützen. Während der sieben Monate in der Transfergesellschaft erhalten die Mitarbeiter ein „Transfer-Kurzarbeitergeld“. Die telegate AG fördert die Qualifizierung der Mitarbeiter innerhalb der Transfergesellschaft, indem sie einen Weiterbildungsfonds zur Verfügung stellt und das „Transfer-Kurzarbeitergeld“ vom gesetzlichen Maximalbetrag in Höhe von 67 Prozent auf 80 Prozent aufstockt. Darüber hinaus erhalten sowohl die Mitarbeiter, die in die Transfergesellschaft wechseln wie auch diejenigen Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, Abfindungsleistungen.

Nach der Zusammenlegung der Standorte wird der Anbieter der zweitgrößten deutschen Telefonauskunft „11 88 0“ insgesamt fünf Standorte in Mecklenburg-Vorpommern betreiben: die Call Center in Güstrow, Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar.